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Die Rollerdisco

Tilman, 14. August 2018, 17:29 Uhr
Zuletzt bearbeitet am 22. August 2018, 12:50 Uhr
Themen: Böden | Dachboden | Türen

In den letzten Wochen wurde der Dachboden noch einmal mit der Tellerschleifmaschine und P150 Schleifgitter fein überschliffen und bekam eine endgültige Schicht Tungöllack. In der ersten Schicht waren nach dem Trocknen noch unglaublich viele Staubeinschlüsse sowie geschätzte 300 festgeklebte Fliegen.

Foto vergrößernFoto vergrößernMit dem Schliff wurden nur sämtliche Unreinheiten beseitigt, nicht jedoch die Lackschicht durchschliffen. Die zweite Schicht wurde dünn mit einem Ballen aufgetragen. Damit sie dennoch gut verläuft, habe ich einen heißen Tag ausgewählt. Das Öl lässt sich zwar auch auf einer Kochplatte erwärmen, um es dünnflüssiger zu machen, doch würde es als dünne Schicht auf einem kälteren Boden sehr schnell wieder fester werden. Für Tungöllack hatten wir uns im Dachboden entschieden, weil dort aktuell immer mal wieder Sprühregen bei Sturm durch irgendwelche Ritzen eingetragen wird. Darüber hinaus haben wir nun einen Raum, in dem auch mal ein Farbklecks auf den Boden kommen darf.

Foto vergrößernFoto vergrößernMittlerweile haben wir auch die neue Falltür an ihren Platz gehoben, die ich bereits Monate zuvor gebaut hatte. Ursprünglich war nur ein klapperige Tür aus Nut- und Federbrettern vorhanden, die kaum mehr, als ein Sichtschutz war. Die neue Tür ist nun doppelwandig mit einer Styrodur-Isolierung zwischen beiden Holzschichten und wiegt über 60 Kilo. Sie soll später den ungeheizten Dachboden im Winter möglichst gut gegen die Wohnräume isolieren. Da die Deckschicht aus Dielenbrettern gefertigt wurde, ist sie in geschlossenem Zustand sogar begehbar. Leider hat sich eine der verwendeten Dielen als Korkenzieher entpuppt und so viel Kraft, dass sie die ganze Tür verzieht. Es werden also noch ein oder zwei Spannverschlüsse nötig sein, damit die Tür wirklich dicht schließt.

Foto vergrößernFoto vergrößernIm Gegensatz zur alten Tür, die zur Seite aufgeklappt ist, klappt die neue Falltür nach hinten auf und steht somit in offenem Zustand parallel zur Treppe. Da der alte Seilzug eh nicht gepasst hätte und überdies hoffnungslos ausgeschlagen war, musste ein neuer angefertigt werden. Da ich bei dem immensen Gewicht der Tür keinen Umlenkrollen trauen wollte, die einfach von unten an einen Balken angeschraubt werden, habe ich eine Seilführung über die Pfette angefertigt. Selbst, wenn das Seil von den Rollen springen sollte, kann so nichts passieren. Die kugelgelagerten Aluminiumrollen sowie alles weitere Material fand sich schnell im Internet, nachdem der Gang in den Baumarkt umsonst war. Seile, Kauschen und Klemmen gibt es dort zwar aber Kunststoffrollen, die nur mit maximal 5 Kilo belastet werden dürfen, sind für diese Zwecke äußerst ungeeignet.

Foto vergrößernFoto vergrößernDie Scharniere der Falltür hatte ich zuvor aus alten, rostigen Torbändern gefertigt. Da hinter der Falltür kein Balken unter den Dielen verläuft, in den man Einschlagkloben hätte einschlagen können, musste ich die Kloben umändern. Den Dorn habe ich daher abgetrennt und ein zweites Paar Bänder angeschweißt. So ließen sich die alten Bänder flächig auf den Dielen verschrauben. Dass bei einem Band das geschmiedete Blatt an der Spitze fehlt, ist nicht weiter tragisch. Schließlich soll das Haus ja nicht wie neu aussehen.



Foto vergrößernNachtrag: Mittlerweile hängt auch das Gegengewicht zur Falltür. Um möglichst viel Seilweg zu behalten, musste das Gewicht möglichst flach sein. Die ideale Lösung waren Hantelscheiben, die nicht nur flach, sondern auch günstig waren. Die Aufnahme der Scheiben besteht aus einem 30mm Rundstahl, an den ich unten eine große U-Scheibe als Anschlag und oben eine M8-Mutter als Öse geschweißt habe.

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