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Fegefeuer

Tilman, 03. Juni 2019, 20:37 Uhr
Themen: Baustoffe | Decken | Wohnhaus

Fegefeuer und ewige Verdammnis ist bestimmt das Mindeste, was uns nun droht: Die Vorbesitzer waren so stolz auf die Holzdecke im Wohnzimmer und wir haben sie kaltblütig herausgerissen. Zu unserer Verteidigung sei angeführt: Uns blieb nichts anderes übrig, denn ein großer Durchbruch soll Wohn- und Esszimmer vereinen und zwei völlig unterschiedliche Decken mit unterschiedlichen Höhen sehen einfach nicht gut zusammen aus. Durchgehende Deckenbalken mit rund 8 Meter Länge dafür umso mehr.

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Eigentlich wollte ich die Teile durchnummerieren und einzeln ausbauen, um sie zur Wiederverwendung anbieten zu können, doch dann fand ich die Methode mit dem 3-Kilo-Gummihammer irgendwie praktischer. Kurzum: Wer Holzdecken-Puzzelteile zum Kilopreis haben möchte, kann sich gerne bei uns melden.

Im Nachhinein bin ich übrigens heilfroh, dass wir uns für den radikalen Abriss entschieden haben: Die Decke war mit einer gefühlten Milliarde Nägeln befestigt, bis hin zu dicken 5 x 120 Nägeln. Man könnte fast meinen, die Erbauer waren Gallier, die auf diese Weise versuchten, sich vor dem herabfallenden Himmel zu schützen. Für einen zerstörungsfreien Abbau hätten wir mindestens eine Woche gebraucht.

Immerhin gab es dieses Mal keine Aschenputtelarbeit, um organisches Material vom Bauschutt zu trennen. Somit war diese Decke wesentlich schneller entsorgt, als die vorherigen. Wer bis hier mitgezählt hat, wird schon festgestellt haben, dass es nun nur noch eine einzige alte Decke zwischen dem Esszimmer und meinem Arbeitszimmer gibt. Alle anderen sind bereits erneuert.

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Die ungleichmäßig verlegten Balken sehen auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig aus. Rechts ist der erste Abstand nur knapp 30 Zentimeter, dann weiten sich die Abstände von 60 über 70 bis auf fast 80 Zentimeter. Auch hier wurden wieder zwei alte Balken verbaut, die irgendwo anders schon einmal Verwendung hatten, wie unschwer an den Zapflöchern zu erkennen ist. Aber nun gut, das gehört irgendwie zum Charme des Hauses dazu.

Wie überall zwischen Erdgeschoss und erstem Stock haben wir nicht besonders viel Höhe für die Schüttung. Dadurch, dass die Decke zwischen den Balken hochgezogen wird, verbleiben noch gut 6 Zentimeter bis zur Balkenoberkante. Auf die Balken kommen noch 3 Zentimeter starke Bretter, um den Boden auf 2 Zentimeter unter das Niveau der Türschwellen anzuheben. Somit stehen etwas weniger als 9 Zentimeter Schütthöhe zur Verfügung.

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