Mal wieder Sturmschäden

Tilman, 07. Februar 2020, 23:43 Uhr
Themen: Baustoffe | Dachboden | Tenne

Nach jedem stärkeren Sturm folgt immer erst mal ein Gang um das Haus, um zu schauen, ob und wo wieder Dachpfannen fehlen. Dieses Mal hat es gleich eine ganze Reihe Firstpfannen über der Tenne erwischt. Die meisten davon sind zwar auf dem Weg nach unten an der Regenrinne hängen geblieben, doch die eine oder andere abgeschlagene Ecke gab es trotzdem.

Foto vergrößernFoto vergrößernLinks: Über viele Meter fehlen die Firstpfannen, wodurch es munter in die Tenne regnet oder schneit.

Rechts: Weit sind die meisten Pfannen bei ihrem Fluchtversuch nicht gekommen: Die Dachrinne hat sich ihnen mutig in den Weg gestellt.


Nach einer Bestandsaufnahme auf dem Dach war klar: Insgesamt 14 Firstpfannen sind futsch. Wenigstens vier bis fünf Firstpfannen und vier Dachpfannen über der Tenne müssen ersetzt werden. Zudem fehlt eine Pfanne neben dem Schornstein, die sich jedoch in der Dachrinne über der Straße gefangen hat. Zum Glück ist noch genügend Ersatz da.

Foto vergrößernFoto vergrößernLinks: Die Süd- und Ostseite sind gut weggekommen. Selbst am Kehlblech sitzen noch alle Pfannen.

Rechts: Auf der Westseite fehlt nur eine halbe Pfanne direkt neben dem Kamin. Sie liegt kaum sichtbar in der Dachrinne.


Da man auf den besandeten Frankfurter Pfannen partout keinen Halt findet, muss man sich für die Wege über das Dach Leitern bauen, was heute gar nicht so einfach war, da auf der Nordseite alle Pfannen fest miteinander vereist waren. Da half nur rohe Gewalt mit dem Kuhfuß. Auch die Idee, in der Dachrinne zu den abgerutschten Firstpfannen zu gelangen, musste ich aufgeben, da die Dachrinne ebenfalls spiegelglatt voller Eis war.

Foto vergrößernFoto vergrößernOhne sich eine Leiter zwischen den Pfannen zu bauen, kommt man unmöglich aufs Dach hoch. Ein echter Nachteil der sonst so guten Betonpfannen.

Rechts: Auf der Nordseite ist es alles andere als warm. Der Sicherungsmann im Hof kann sich jedoch gemütlich sonnen.


Nach dem angenehmen Teil (Tenne) kam der unangenehme Teil (Wohnhaus): Auch wenn hier nur eine Dachpfanne wieder an ihren Platz gebracht werden muss, ist der Weg dorthin deutlich ungemütlicher. Bei der Tenne lag das Sicherungsseil über den First, so dass ich bei einem Sturz sofort im Seil gehangen hätte. Beim Wohnhaus erfolgt die Sicherung aus der Dachluke heraus und ich muss drei Meter höher Steigen. Das ist wie im Vorstieg beim Klettern: Wenn ich falle, fängt mich das Seil erst nach 6 Metern.

Foto vergrößernFoto vergrößernLinks: Zumindest kriegt man auf dem Dach eine top Aussicht geboten.

Rechts: Letzte Arbeiten am Kamin. Dabei konnte ich auch erstmals die Arbeit des Kaminbauers aus der Nähe inspizieren, der uns vor einem Jahr ein Edelstahlrohr eingezogen hat.


Aber auch hier ging alles gut und nebenbei habe ich noch die undichte Kaminverwahrung abgedichtet, die bei Sturmregen immer mal wieder einen Eimer auf dem Dachboden erforderlich machte. Da ich keine ernsthafte Lust habe, später immer noch regelmäßig das Dach auszubessern, bin ich mittlerweile am recherchieren nach Sturmsicherungen. Die Drahthaken kosten nicht viel, doch bei den vielen Tausend Pfannen auf unserem Dach wird es vermutlich verdammt viel Arbeit werden, selbst wenn man nur jede zweite oder dritte Pfanne sichert.

PS: Für das Wochenende ist schon wieder Sturm angesagt. :)

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